Heiße Rolle

Die heiße Rolle ist eine physikalische Anwendung aus der Wärmetherapie. Sie bietet die Möglichkeit der lokalen Wärmeapplikation mit gleichzeitigem Massageeffekt. Der Therapeut behandelt mit einer Rolle, die er vorher aus zwei bis drei kleinen Handtüchern trichterförmig aufgerollt und dann mit sehr heißem bzw. kochendem Wasser durchtränkt hat.

Mit kurzen, aber kräftigen Druckbewegungen wird nun die heiße Rolle an die gewünschte/n Stelle/n des Körpers aufgetragen. Da die Rolle aus mehreren Schichten besteht, werden diese immer wieder abgerollt und die gespeicherte, feuchte Hitze kann aufgetragen werden.

An den behandelten Körperstellen kommt es zu einer deutlichen Mehrdurchblutung. Durch die gut steuerbare Intensität der Anwendung hat der Patient / die Patientin nur eine geringe Kreislaufbelastung mit hoher Wirksamkeit.

Fangopackung

Der heilende Schlamm wird als Umschlag, Packung oder Bad entweder kalt, warm oder heiß angewendet. Bei einer Wärme-Anwendung wird die Fangopackung bei etwa 50 Grad Celsius ungefähr zwei Zentimeter dick auf den Körper aufgetragen. Dann wird der Körper wegen der Wärmespeicherung in Tücher oder Plastikfolie gewickelt.

Die Dauer der Fango-Therapie beträgt ungefähr 20 bis 40 Minuten. Der Schlamm wird mit Wasser abgespült. Nach der Fango-Packung sollte eine mindestens halbstündige Ruhepause folgen, bei der man warm eingewickelt noch etwas schwitzt und in der der Körper die Wirkstoffe des Fangoschlamms aufnehmen soll. Anschließend soll eine Physiotherapie oder eine Massage besonders gut wirken.

Rotlicht

Die Rotlichttherapie gehört zu den therapeutischen Verfahren der Lichttherapie. Man unterscheidet grundsätzlich zwei unterschiedliche Anwendungsformen: Die Methode der Rotlichttherapie entfaltet seine heilende Wirkung bei Schmerzen & Entzündungen durch den wärmenden Effekt, den es auf das Gewebe, Sehnen und Bänder ausübt.

Die warmen Infrarotstrahlen werden Mithilfe von Rotlichtlampen am Patienten angewendet, indem das Licht auf die betroffene Körperstelle gerichtet wird. Die elektromagnetischen Wellen dringen tief in den Körper ein und der Patient verspürt aufgrund der Schwingungen des Rotlichts eine angenehme, ausstrahlende Wärme.

Mikrowelle

Die Therapie mit Mikrowellen wird der Hochfrequenztherapie zugerechnet. Den unterschiedlichen Frequenzen der Hochfrequenztherapie ist gemeinsam, dass unter ihrem Einfluß im Gewebe Wärme entsteht. Mikrowellen werden mittels der sogenannten Strahlenfeldmethode appliziert.

Hierbei werden über (je nach Anwendung unterschiedlich große und geformte Strahler) gebündelte elektromagnetische Wellen an das Gewebe abgegeben. Die Energie dieser Wellen wird im Gewebe direkt absorbiert und in Wärme umgesetzt.

Kryotherapie bis -32°C

Je nachdem, wie lange ein Kältereiz auf Haut und Muskulatur einwirkt, ist die Wirkung unterschiedlich. Bei kurzzeitiger Kälte (bis 5 Minuten) wirkt die Kälte schmerzlindernd, bei längerer Kühlung (10 bis 12 Minuten) wirkt Kälte sogar entzündungshemmend. Die Kälte verringert die Schmerzempfindlichkeit und verlangsamt die Nervenleitgeschwindigkeit für Schmerzreize.

Das gilt auch für die Muskulatur. Zudem werden bei längerer Kühlung die Erschlaffungsphasen der Muskeln verlängert und so die Spannung gesenkt, so dass sich Muskelverspannungen und Verkrampfungen lösen. Kurze Kälteimpulse dagegen steigern die Muskelaktivität.